In meinem BLOG schreibe ich über Yoga, Systemische Beratungen, Achtsamkeit und das Leben.

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05.07.22

Welche Bücher für Yoga mit Kindern kannst du empfehlen?

Inzwischen gibt es sehr viel Literatur für Yoga mit Kindern auf dem Markt. Das ist toll, man findet unglaublich viel Inspiration. Aber man könnte auch in der Gefahr sein, den Überblick zu verlieren. Darum möchte ich euch heute zeigen, welche Bücher ich aktuell gerne nutze: 

  • "Yoga für Klein und Groß. DER KLEINE YOGI. Buch und Karten" von Barbara Liera Schauer und Gerti Nausch
  • "Yoga für Kinder und Jugendliche" von R. Sriram und Kornelia Becker-Oberender
  • "Achtsamkeit mit Kindern" von Thich Nhat Hanh
  • "Kinder-Yoga mit Kinder-Liedern" von Susanne Keller (CD und DVD)

Von der Reihe "DER KLEINE YOGI" gibt es verschiede Ausführungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die Karten aus diesem Set kann ich direkt in der Yogastunde mit Kindern nutzen. Es gibt sie in doppelter Ausführung, so dass man auch ein "Yoga-Memory" spielen kann. R. Sriram und Kornelia Becker-Oberender verknüpfen Theorie und Praxis des Yoga für Kinder in ihrem Buch sehr anschaulich miteinander. Im Buch sind viele sind viele Asana-Flows, die sich für Kinder eignen, gezeichnet. Was mir gut gefällt, ist dass das Buch einen Gegenpol zum spielerischen Yoga-Ansatz hin zu einem theoretisch fundierten, ganzheitlichem Ansatz für mehr Resilienz bei Kindern und Jugendlichen bildet. Das Buch von Thich Nhat Hanh und der Gemeinschaft von Plum Village ist ein wahrer Schatz zur Thematik "Achtsamkeit und Meditationen" mit Kindern. Es enthält viele ganz praktische und kindgerechte Übungen zur Bewusstseinschulung. Die CD von Susanne Keller enthält 20 Lieder - gesungen von einem Kinderchor - zu je einer Thematik, die sich für eine Kinderyogastunde gut nutzen lässt. Auf der DVD sieht man dann Kinder, die zu dem Lied einige Asanas durchführen. Diese kann man 1:1 für die eigenen Yogastunde nutzen und machen den Kindern meist auch viel Freude. Mein liebstes Bewegungslied daraus ist: "Willst du mal wilde Tiere sehen?". 

Ich hoffe, ich konnte dir die ein- oder andere Anregung geben. Welche Literatur und Materialien nutzt du am liebsten für deine Yogastunden? Ich freue mich über dein Feedback. Sehr gerne auch über meine Instagramseite :-)

 

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09.02.2022

Worin unterscheidet sich eine Yogastunde für Kinder von einer Yogastunde für Erwachsene?

„Jeder Lernprozess beginnt im eigenen Körper.“

Gerald Hüther

 

Eine Yogastunde für Kinder dauert höchstens 60 Minuten. Eingebunden in ein Stundenthema, das sich am Alter und am Entwicklungsstand der Kinder orientiert, finden Atemübungen, Yogapositionen (Asanas), Bewegungsspiele, kleine Entspannungsübungen oder Meditationen, Gespräche über Lebensthemen (die Yogaphilosophie) oder auch kreative Aufgaben ihren Raum.

Stundenthemen bei jüngeren Kindern (5–7 Jahre) könnten sein: „Tiere in der Wildnis“, „Bäume“ oder „Am Meer“. Bei älteren Kindern (ab 8 Jahren) werden die Themen abstrakter und werteorientierter, wie z.B. „Freundschaft“ oder „Kraft“. Bei Kindern ab 12 Jahren bzw. bei Jugendlichen bieten sich Themen wie „Vertrauen“ oder „Öffnung“ an.

 


In den Stunden für Kinder

  • sind Bewegungsspiele Teil der Stunde
  • liegen die Matten evtl. anders, z.B. kreis- oder sternförmig
  • werden Atemübungen sanft eingesetzt mit wenigen Wiederholungen – da Kinder sehr sensibel auf die Atemsteuerung reagieren. Die Atemübungen werden bildlich angeleitet: „Stell dir vor, deine Atmung ist das Rauschen des Meeres“. Der Atem wird nicht angehalten.
  • werden die Yogapositionen (Asanas) kürzer gehalten, dafür öfter wiederholt
  • werden keine energielenkenden Gesten (Mudras) eingesetzt
  • ist der Wechsel von Anspannung und Entspannung charakteristisches Element
  • sind die Entspannungen und Meditationen kind gemäß angeleitet, z.B. Phantasiereisen mit Inhalten der kindlichen Lebenswelt oder eine kleine Meditation anhand eines Gegenstandes: die Steinmeditation, die Kerzenmeditation, …
  • kann auch ein kreativer Teil dabei sein: z.B. Mandalamalen auf Musik
  • gibt es auch Partnerübungen
  • ist es zentral, dass die Kinder Freude am Tun haben und sich wohl fühlen!

 Zusammenfassend kann man sagen: „Wir halten das ganze Spektrum des Yoga für das Kind offen.“
Aber: „Die Yogapraxis wird dem jeweiligen Entwicklungsschritt des Kindes angepasst, um dem Kind zu dienen und ihm seine ganz eigenen Erfahrungen mit seinem Körper zu ermöglichen.“

„Bei einer guten Yogastunde geht es um … eine Lerneinheit, verbunden mit einer persönlichen Erfahrung.“

Aus: R. Sriram im Gespräch mit K. Becker-Oberender in deren Buch „Yoga für Kinder und Jugendliche“ S.21